Der Tod ist tot

Der menschliche Körper besteht aus 100 Billionen Zellen (bei einigen etwas mehr). Zellen werden durch das intelligente Zusammenwirken von Atomen designt. Wir bewegen die erstaunliche Menge von 10 hoch 28 vibrierenden Atomen, wenn wir morgens aufstehen.

Nach dem Tod wird die Biomasse Körper beerdigt. Sind damit auch alle Atome gestorben und haben ihr Schwingen eingestellt? Natürlich nicht. Schulwissen. Nirgendwo im Universum hört etwas einfach auf zu existieren, nur die sichtbaren Muster verändern sich.

 

Wer um Gottes Willen ist eigentlich trotz der Kenntnis über universelle Gesetzmäßigkeiten auf die Idee gekommen, dass ausgerechnet das Bewusstsein stirbt?

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Kommentare: 9
  • #1

    W. Hoebelt (Freitag, 03 März 2017 23:29)

    Hallo Reinhard,
    unsere Koerper sind also Bioautomaten, biomateriell so eingerichtet, dass sich darin Bewusstsein entfalten kann. Für diese Entwicklung kann man sich vorstellen, dass sich in Mutters Bauch eine Zusammenstellung von Zellen bildet, die in ihrem Zusammenspiel sich gegenseitig erhalten und Bedrohungen zurückweisen können. Als den Prozess der Entfaltung von Bewusstsein stelle ich mir vor, dass beim Zusammenspiel der Zellen gleichsam bemerkbar wird: wir sind hier und die bedrohlichen Kräfte sind draußen, oder wir zusammen Spielenden bilden eine Gruppe und haben eine Schutzgrenze ( z.B. Haut ). So werde ich meiner Einheit und Existenz bewusst.
    Ist dieses Bewusstsein eigentlich sinnvoll? Gehört das Bedrohende, die Gefaehrdung nicht automatisch zu meiner Einheit dazu? Ist unser Ich-Bewusstsein nicht ein uns irritierendes Abgrenz-Bewusstsein? Sind wir in Wirklichkeit nicht Teil eines weit übergreifenden Bewusstseins?

  • #2

    Reinhard Herrmann (Samstag, 04 März 2017 19:16)

    Lieber Wolfgang,
    hier ist grundsätzlich zu unterscheiden, dass Bewusstsein nicht aus Materie hervorgeht. Der "Bioautomat" Mensch ist das evolutionäre Produkt der Erde und dient ausschliesslich der Weiterentwicklung des Bewusstseins, das bereits vor dem Urknall existierte und sich nur des Bioautomaten "bedient".

    Bedrohung und Gefährdung gehören zur Erdevolution dazu und werden es auch bleiben. Aufgrund der (scheinbaren) Trennung des Individuums erfährt sich Bedrohung in einer sonst nicht erreichbaren Tiefe. Darum ist die ziemlich perfekt organisierte Ich-Welt essentieller Evolutionsbestandteil. Dass wir Teil eines höheren Bewusstseins sind wie jedes Atom dieses Universums steht wohl ausser Frage.
    RH

  • #3

    W. Hoebelt (Samstag, 04 März 2017 20:50)

    Lieber Reinhard,
    Deine Zeilen zum Bioautomat finde ich treffend. Und Bedrohung u.Gefährdung gehört wirklich zur Erdevolution. Aber hat Materielles wirklich keine Minispur von Bewusstsein? Man müsste drüber nachdenken, wie eine Mini-erst-spur von Bewusstsein erscheint. Narrativ lässt sich doch von einem Atom-zusammenspiel denken, wie sich deren Teile als zusammenhängend abgrenzen gegen andere Ganzheiten. Und ist die perfekt organisierte Atom-Welt nicht auch essentieller Evolutionsbestandteil?
    wH

  • #4

    Reinhard Herrmann (Sonntag, 05 März 2017 15:01)

    Alles Materielle besteht aus Atomen. Atome erzeugen ihre Schwingungsmuster aufgrund der Energiequelle in ihrem Inneren (=Fraktal) und gehen Bindungen zu höheren Systemen ein. Die hochkomplexen Erscheinungsbilder im Kosmos, wie Sterne, Planeten, Pflanzen, Tiere, Menschen sind Ergebnis der Wirkung einer höheren Intelligenz aus dem Kern-Fraktal-System heraus. Bewusstsein hat ein Atom nicht. Dann würde es feststellen: Ich bin. Aber es ist die kleinste Bewusstheit im Universum. Insofern steckt intelligenter Geist hinter den materiellen Strukturen, die wir sehen, anfassen und vermessen können.
    RH

  • #5

    W.Hoebelt (Donnerstag, 16 März 2017 08:24)

    Die Farbe ROT, wo seh ich sie? Ach dort, das Haus ist rot. Gefunden!
    Die Auto-Fahr-Situation im Kreisverkehr, ich nehme seine vielen Momente wahr, um mich hindurch zu steuern ohne Unfall. Erfolgreich!
    Die globale politische Krise der Gegenwart, wir nehmen daran teil, weil wir tausende Infos dazu erhalten, um orientiert zu sein. Überfordert!
    Alle drei 'Wahr-nehmungen' sind weniger von der ANZAHL der Wahrnehmungsreize bestimmt als von deren Zusammenwirken mit unserem unbewussten und bewussten Dasein. Diese Einheit von Wirkung, ihr Zusammenwirken bestimmt unsere Emotionen und so unsere Verhaltens-Reaktionen. Ohne diesen Einfluss wären wir gefühllos, kalt. Wir ständen nicht auf der Ebene des Lebendig-seins. Es wird uns immer wärmer.
    Atome leiden nicht unter minus 200 Grad, wir spüren unser heiß sein. Denen fehlt Bewusstsein, uns nehmen Gefühle ein. Was sagen dazu Kernfraktale?
    Grüsse
    Wh.

  • #6

    Reinhard Herrmann (Donnerstag, 16 März 2017 16:08)

    Lieber Wolfgang,
    Kernfraktale bilden die intelligente Grundlage unserer Welt. Im Kernfraktal sitzt der Gedanke, der sich im Außen als Schwingungsmuster manifestiert. Der Gedanke im Kernfraktal eines Atoms bewirkt dessen Struktur und die Bereitschaft, chemische Verbindungen mit anderen Atomen einzugehen, um komplexe Einheiten, wie Sterne, Planeten, Pflanzen und Körper von Tieren und Menschen zu erschaffen. Atome besitzen eine Bewusstheit, aber kein Bewusstsein. Kein Atom kann erkennen: ICH BIN und fühlen kann es auch nicht. Aber es reagiert auf äußere Reize. Im Übrigen erklärt sich so das Mystikum der Quantenphysik.

    Bewusstsein ist zwar physikalisch wie ein Atom "aufgebaut", allerdings ist es wesentlich komplexer (Höhe der Intelligenz) und beinhaltet die ICH BIN-Erkenntnis. Das unterscheidet es von allen anderen Bewusstheits-Daseinsformen im Universum. Die rezeptorischen Möglichkeiten des menschlichen Körpers benutzt das Bewusstsein für emotionale Erfahrungen und Wahrnehmungen, wie das Erkennen der Farbe Rot.
    RH

  • #7

    W. Hoebelt (Donnerstag, 30 März 2017)

    Lieber Reinhard,
    ja, Du hast meine Frage beantwortet. Und sicher habe ich Deine Antwort nur zum Teil verstanden. Aber gerade dieses letztere Moment bringt mir eine Erkenntnis, von der ich gerne wüsste, ob Du ihr nah stehst.
    Wir suchen immer wieder und immer mehr Kenntnisse wissenschaftlich gesichert zu finden und miteinander in einer Erklärungstheorie zu vereinen. Das hilft uns mit dieser unserer Kosmos-Welt umzugehen, in Gesetzen. Unsere Erfahrung dabei ist's, dass wir letztlich doch nicht zu einer umfassenden Erklärung unserer Welt und deren Sein und Werden kommen. Fragen hören nicht auf, Antworten lassen immer noch offen. Wir bleiben in einer wissenschaftlich letztlich unerfassbaren Lebenssituation.
    Steht dieser Gegebenheit die Entwicklung unserer Fähigkeit zu glauben entgegen. Gleichen wir damit aus, was wir mit unserer intelligenten Welterfassung trotz aller Ausbreitung und Füllung nie erreichen können? Und fordert Deine Kernfraktal-Theorie in dem Ausbrechen aus der Enge der wissenschaftlichen Begründungsregeln dazu auf, die Einsicht in eine umfassende Weltseins-Erklärung auch zu glauben, d.h. damit auch anzunehmen, um das Leben leben ja genießen zu können?
    Wh

  • #8

    Reinhard Herrmann (Freitag, 31 März 2017 17:39)

    Lieber Wolfgang,
    sehr gute Frage. Menschen sind evolutionär an den sie umgebenden Mesokosmos gebunden. Für Erklärungen und die Erkenntnis der Naturgesetze benötigen wir Einblicke in Mikro- und Makrokosmos. Diese Maßstäbe können wir allerdings nur mit dem Bewusstsein betreten, weil sie von unserer anfassbaren Umwelt (Mesokosmos) ziemlich weit entfernt sind. Aus diesem Grund müssen wir uns eine Systematik erschaffen und Begriffe definieren, damit sie anschaulich gelehrt werden können. Letztendlich ist es uns aber nicht möglich, ein Schwarzes Loch zu besuchen oder im Atom herumzuwerkeln, um mit Aug und Ohr festzustellen: Ja, das Gelehrte stimmt. Dann hätten wir unantastbares Wissen. Wir können in unserem Maßstab jedoch nur glauben, dass die entdeckten Gesetzmäßigkeiten stimmig sind, weil wir ihre Wirkungen im Mesokosmos danach beurteilen. Mehr geht nicht.

    Mit der von mir geschaffenen Kernfraktal-Theorie ist das ähnlich. Sie erklärt zwar allumfassend unser Dasein im Kontext zum Universum - unabhängig vom Maßstab - aber eine Reise ins Kernfraktal selbst ist nicht möglich, weil es aus einer anderen Dimension heraus wirkt. Damit hat die Evolution sichergestellt, dass der Glaube des Menschen nicht endet, weil die Annäherung an das "Wissen über Alles" den gleichen Gesetzen unterliegt, die bei der Lichtgeschwindigkeit wirken: nicht zu 100% erreichbar!
    RH

  • #9

    Thomas (Freitag, 01 Dezember 2017 22:06)

    Habe kürzlich YouTube Videos über die menschliche Anabiose (griechisch anabiōsis = Wiederaufleben) entdeckt, deren Autoren es für sehr wahrscheinlich halten, dass die Leichenstarre lediglich eine Art Winterschlaf ist. Letztlich also nur ein Regenerations- und Verjüngungsprozess, der es mehrmals ermöglichen soll, weitere Jahrzehnte zu leben und so bis zu 1000 Jahre alt zu werden. Das wird aber laut der These aktuell durch die Entnahme der Organe und durch das Zunageln des Sargs und durch das tiefe Eingraben verhindert. Zumindest werden in den Videos einige interessante Indizien bzw. Denkanregungen dafür geliefert.